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Im Verfassungsrecht geht es in hohem Maße um die Grundrechte des Einzelnen: Sie binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht. Die Grundrechte sind in den Artikeln 1 bis 19, 20 Abs. 4, 33, 38, 101, 103 und 104 Grundgesetz normiert. Diese Grundrechtsnormen sind nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in erster Linie dazu bestimmt, die Freiheitssphäre des Einzelnen vor Eingriffen der öffentlichen Gewalt zu sichern. Sie sind Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat. Allerdings verkörpern sie nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zugleich eine objektive Wertordnung, an der sich alle Bereiche des Rechts messen lassen müssen. Zudem hat eine Weiterentwicklung der Grundrechte im Sinne von Leistungs- oder Teilhaberechten sowie als Verfahrensgarantien stattgefunden. Grundrechtsverletzungen können im Wege der Verfassungsbeschwerde vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gebracht werden; allerdings muss dazu in der Regel der Rechtsweg erschöpft sein.  Mit der Verfassungsbeschwerde können auch Gemeinden oder Gemeindeverbände wegen Verletzung ihres grundrechtlich verbürgten Rechts auf Selbstverwaltung vor das Bundesverfassungsgericht – oder ein Landesverfassungsgericht – ziehen. Im Übrigen entscheidet das Bundesverfassungsgericht über eine Reihe anderer Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten von verfassungsrechtlichem Rang. Zu nennen ist etwa das Verfahren der abstrakten Normenkontrolle: Die Bundesregierung, eine Landesregierung oder ein Viertel der Mitglieder des Bundestages können die Vereinbarkeit von Bundesrecht oder Landesrecht – beispielsweise das Wahlrecht – mit dem Grundgesetz oder die Vereinbarkeit von Landesrecht mit sonstigem Bundesrecht durch das Bundesverfassungsgericht überprüfen lassen. Zum Verfassungsrecht zählt schließlich das Landesverfassungsrecht und die dazu gehörige Landesverfassungsgerichtsbarkeit wie etwa der Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster.

Im Verwaltungsrecht geht es um das Recht der Staatsverwaltung (Exekutive) und deren Rechtsbeziehungen zum Bürger. Die Exekutive kann dem Bürger in vielerlei Handlungsformen begegnen: Durch Verwaltungsakt oder Satzung; durch Zustellung oder Anhörung; oder in Gestalt zwangsweiser Durchsetzung von Verwaltungsentscheidungen wie Zwangsgeld oder Ersatzvornahme. Gegen das Handeln der Exekutive – aber auch bei pflichtwidrigem Unterlassen – kann der Bürger den Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten beschreiten. Die verschiedenen Zweige des Verwaltungsrechts sind weit gefächert, weshalb neben dem „allgemeinen“ auch von „besonderem“ Verwaltungsrecht die Rede ist: Zu nennen sind etwa das Beamtenrecht, das Hochschulrecht, das Berufsrecht, das Ausländerrecht, das Außenwirtschaftsrecht, das öffentliche Baurecht und das Kommunalrecht.

 

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